Schrittfrequenz erhöhen: So läufst du effizienter und entlastest deine Gelenke
Die Schrittfrequenz ist einer der wichtigsten Faktoren für deine Lauftechnik, Laufökonomie und Belastungsverteilung. Wenn du sie sinnvoll optimierst, kannst du oft mit weniger Kraftaufwand effizienter laufen, deine Bewegung geschmeidiger machen und das Risiko unnötiger Überlastungen reduzieren.

Schrittfrequenz erhöhen: So läufst du effizienter und entlastest deine Gelenke
Die Schrittfrequenz ist einer der wichtigsten Faktoren für deine Lauftechnik, Laufökonomie und Belastungsverteilung. Wenn du sie sinnvoll optimierst, kannst du oft mit weniger Kraftaufwand effizienter laufen, deine Bewegung geschmeidiger machen und das Risiko unnötiger Überlastungen reduzieren.
Inhalt:
- Was ist die Schrittfrequenz?
- Warum ist die Schrittfrequenz wichtig?
- Der Zusammenhang zwischen Schrittlänge und Schrittfrequenz
- Woran erkennst du eine zu niedrige Schrittfrequenz?
- Ursachen einer zu niedrigen Schrittfrequenz
- Übungen: So kannst du deine Schrittfrequenz (SPM) erhöhen
- Fazit: So erreichst du deine optimale Schrittfrequenz
- Häufig gestellte Fragen zur Schrittfrequenz
Was ist die Schrittfrequenz?
Die Schrittfrequenz bezeichnet die Anzahl deiner Schritte pro Minute beim Laufen, oft auch als SPM oder „steps per minute“ angegeben. Sie beschreibt also, wie schnell deine Beine den Bodenkontakt wechseln.
Bei vielen Freizeitläufern liegt die Schrittfrequenz häufig im Bereich von etwa 150 bis 170 Schritten pro Minute. Gut trainierte Läufer bewegen sich oft höher, wobei die optimale Frequenz immer individuell von Tempo, Körperbau, Laufstil und Trainingszustand abhängt.
Wichtig ist: Es gibt keine perfekte Zahl für alle. Eine sinnvolle Schrittfrequenz ist die, mit der du effizient, stabil und kontrolliert läufst.
| Bereich | Frequenz (spm) | Charakteristik & Auswirkung |
|---|---|---|
| Einsteiger | weniger als 160 spm | Overstriding: Hohe Bremskräfte durch Aufsatz vor dem Schwerpunkt; starke Gelenkbelastung. |
| Fortgeschritten | 160 – 175 spm | Potenzial vorhanden: Solide Basis, aber oft noch zu viel vertikaler Hub ("Hüpfen") statt Vortrieb. |
| Profi / Elite | 180 – 200+ spm | Optimale Ökonomie: Maximale Reaktivität, optimale Bodenkontaktzeit und minimale Stoßbelastung. |
Die Schrittfrequenz hängt von mehreren Faktoren ab, darunter deine Schrittlänge, dein Lauftempo und deine Lauftechnik. Ziel ist es, eine effiziente Frequenz zu finden, die zu deinem Körper und deinem Laufstil passt.
Warum ist die Schrittfrequenz wichtig?
Die Schrittfrequenz beeinflusst direkt, wie dein Körper die Laufbewegung organisiert. Wenn die Frequenz zu niedrig ist, werden die Schritte meist länger. Dadurch landet der Fuß häufiger zu weit vor dem Körperschwerpunkt (Overstriding), was zu Bremskräften und einer unnötig harten Belastung führen kann.
Eine passende Schrittfrequenz kann dir helfen:
- ökonomischer zu laufen
- Stoßkräfte und Belastung zu reduzieren
- den Laufstil rhythmischer zu machen
- dein Tempo zu steigern
Besonders im Freizeit- und Wettkampflaufen ist die Schrittfrequenz deshalb ein relevanter Hebel.
Schrittlänge und Schrittfrequenz: So hängen sie zusammen
Schrittfrequenz und Schrittlänge bestimmen gemeinsam deine Laufgeschwindigkeit:
Laufgeschwindigkeit = Schrittfrequenz x Schrittlänge
Viele Läufer versuchen schneller zu werden, indem sie die Schritte einfach größer machen. Das wirkt auf den ersten Blick logisch, führt aber oft zu mehr Bremsen, mehr Spannung und weniger Effizienz.
Sinnvoller ist meist, die Schrittlänge natürlich zu belassen und stattdessen die Schrittfrequenz so zu verbessern, dass der Fuß näher unter dem Körper aufsetzt. Dadurch wird der Laufstil oft ruhiger, reaktiver und leichter.
Woran erkennst du eine zu niedrige Schrittfrequenz?
Eine zu niedrige Schrittfrequenz zeigt sich oft an typischen Laufmustern. Dazu gehören hohe Bodenkontaktzeiten, ein starkes Ausholen mit den Beinen nach vorne und ein sichtbares „Hüpfen“ statt eines flüssigen Vortriebs.
Typische Hinweise sind:
- Du landest deutlich vor dem Körper.
- Dein Oberkörper wirkt unruhig oder sich stark auf und ab bewegend.
- Du fühlst dich beim Laufen schwer oder blockiert.
- Du ermüdest bei höherem Tempo schnell.
Ursachen einer zu niedrigen Schrittfrequenz
Eine niedrige Schrittfrequenz entsteht häufig nicht durch ein einzelnes Problem, sondern durch mehrere kleine Faktoren zusammen. Besonders häufig sind diese Ursachen:
Zu wenig Reaktivität: Ein reaktiver Laufstil nutzt die Elastizität von Sehnen, Muskeln und Fußgewölbe. Wenn diese Federung fehlt, wird der Laufstil oft schwerer und langsamer.
- Zu hohe Bodenkontaktzeit: Wenn der Fuß zu lange am Boden bleibt, geht Rhythmus verloren. Die Bewegung wird weniger dynamisch und mehr von Kraft als von Elastizität geprägt.
- Zu viel Kraftdenken: Wer jeden Schritt aktiv „machen“ will, verkrampft oft. Das kann die Beine blockieren und die Laufökonomie verschlechtern.
- Mangelnde Koordination: Arme, Rumpf und Beine arbeiten beim Laufen zusammen. Wenn der Oberkörper unruhig ist oder die Armbewegung nicht passt, leidet oft auch die Frequenz.
- Ungünstige Armhaltung: Zu tiefe, breite oder starre Arme können die Laufbewegung bremsen. Eine kompakte, rhythmische Armführung unterstützt dagegen den Takt.
Oft steckt nicht zu wenig Kraft dahinter, sondern eine ungünstige Koordination. Auch eine unpassende Armhaltung, zu viel Spannung im Oberkörper oder mangelnde Reaktivität können die Frequenz bremsen.
Übungen: So kannst du deine Schrittfrequenz (SPM) erhöhen
Die gute Nachricht: Du kannst deine Schrittfrequenz mit einfachen Übungen erhöhen. Am besten funktioniert eine schrittweise Anpassung mit kleinen Reizen.
Übung 1: Reaktive Sprünge für kürzere Bodenkontaktzeit
- Springe am Stand federnd und möglichst gestreckt, so als ob du mit dem Kopf etwas nach oben stoßen wolltest. Deine Knie sind dabei nur ganz leicht gebeugt.
- Springe und erhöhe langsam deine Frequenz beim Springen.
- Nach 20 Sprüngen gehe dann in einen Trab am Stand über, wo du die Spannung vom Springen weiter hältst.
- Nimm deine Arme nach oben, neige deinen Oberkörper nach vorne und beginne zu laufen.
Du wirst merken, dass es nun leichter geht und du "federnder" läufst.
Übung 2: Armhaltung
- Lege deine Hände auf deinen Schultern ab.
- Beginne zu laufen und merke, wie du nun mehr Frequenz machen kannst.
- Senke deine Arme langsam ab und spüre den Punkt, wo deine Frequenz wieder nach unten gehen will. Weiter solltest du die Arme nicht absenken.
Laufe in dieser Position eine Zeit, damit du dich daran gewöhnst. Dann wiederhole die Übung noch einmal, um die Position fein zu justieren.
Übung 3: Kürzere, schnellere Schritte üben
Wichtig dabei: Nimm deine Arme immer passend zur Schrittfrequenz mit.
- Mache nur ganz kleine Schritte.
- Erhöhe die Frequenz so weit du kannst.
- Halte diese Frequenz für 30 Sekunden.
- Gehe langsam in das normale Laufen über.
Du wirst merken, dass sich deine Schrittfrequenz leicht erhöht hat.
Tipp: Mit Musik die Schrittfrequenz verbessern
Songs mit passender BPM-Zahl können helfen, den Rhythmus intuitiv zu treffen. Das ist besonders praktisch für lockere Läufe oder Technikblöcke.
Fazit: So erreichst du deine optimale Schrittfrequenz
Die ideale Schrittfrequenz ist individuell, aber eine bewusste Anpassung kann deine Lauftechnik verbessern und deine Performance erhöhen. Baue regelmäßig gezielte Übungen in dein Lauftraining ein, um deine Schrittfrequenz zu optimieren. Achte besonders während der ersten 2 Wochen darauf, dass du, besonders wenn du müde wirst, nicht in das alte, tiefere Schrittfrequenz-Muster zurückfällst.
Mit der richtigen Kombination aus Frequenz und Schrittlänge läufst du nicht nur schneller, sondern auch effizienter und reduzierst die Verletzungsanfälligkeit!
Hol dir die besten Lauftipps direkt in dein E-mail Postfach!

Dietrich Sullmann
Staatlich geprüfter Triathlon-Trainer, Advanced Gentle Moving Coach & Dipl. Mentaltrainer
Nach einem schweren Unfall und der Diagnose, nie wieder schmerzfrei laufen zu können, gab er sich nicht zufrieden: Er lernte selbst wieder schmerzfrei zu laufen, woraus seine ganzheitliche Bewegungsmethode entstand.
Heute gibt der 10-fache Triathlon-Langdistanz-Finisher dieses Wissen in Graz an Läufer und Triathleten weiter, um sie mit maximaler Bewegungseffizienz und Leichtigkeit an ihre sportlichen Ziele zu bringen.
Häufig gestellte Fragen zur Schrittfrequenz
180 Schritten/Minute ist ein Durchschnittswert für viele Läufer, deine optimale Frequenz kann leicht höher oder niedriger sein. Hobbysportler besonders Anfänger haben wie ich in meinen Lauftraining festelle meist eine deutlich zu niedrige Schrittfrequenz.
Am einfachsten mit einer Laufuhr oder App. Alternativ kannst du 30 Sekunden lang deine Schritte zählen und das Ergebnis verdoppeln.
Am besten schrittweise. Kleine Veränderungen sind meist nachhaltiger als große Sprünge, weil sich dein Laufapparat besser anpassen kann.
Das hängt von deinem aktuellen Laufstil ab. Eine allmähliche Anpassung über mehrere Wochen ist empfehlenswert, um eine Überlastung zu vermeiden.
Nicht unbedingt! Eine zu niedrige Frequenz kann ineffizient sein und mehr Energie kosten, da du härter aufkommst. Eine gut abgestimmte Frequenz verbessert deine Laufökonomie.
Nein. Zu hoch kann genauso ungünstig sein wie zu niedrig. Entscheidend ist die Frequenz, bei der du sauber, locker und effizient läufst.

Einerseits hat das Training bei Dietrich meine Lauftechnik deutlich verbessert, andererseits hat er mir gelernt, richtig Spaß am Laufen zu haben. So habe ich ohne Probleme meinen ersten Marathon gemeistert. Dafür bin ich sehr dankbar :)

Ich habe dank des gemeinsamen Trainings meine Zeiten und meine Lauftechnik bei lockeren Läufen drastisch von 7:00 auf 5:30min/km verbessern können. Ich fühle mich professionell betreut und Dietrich hat einen ganzheitlichen Blick auf mich als Athletin. Ich empfehle Dietrich als Trainer von ganzem Herzen für jede Läuferin, die schneller, effizienter und besser laufen möchte.

Nach einem früheren Ermüdungsbruch war mir eine individuelle Betreuung für die Marathon-Vorbereitung extrem wichtig. Dietrich hat ein enormes Verständnis für den Bewegungsablauf und bietet echtes persönliches Coaching statt Schema F. Dank der Arbeit an Lauftechnik und Effizienz war ich schnell beschwerdefrei. Mein erster Marathon hätte nicht besser laufen können 😊 Menschlich und als Trainer eine uneingeschränkte Empfehlung!🙏

Ausgezeichnetes Training. Persönlich massive Fortschritte in Geschwindigkeit und Lauftechnik gemacht, innerhalb von 3 Monaten. Hat sich definitv rentiert, um auf Ziele hinzuarbeiten.
Ich habe Dietrich gefragt, ob es sich mit 45 überhaupt noch lohnt, den Laufstil umzustellen, und als Antwort "Ja, natürlich" erhalten. Es war der Beginn einer wunderbaren Reise, die alten Bewegungsmuster zu löschen, sich einander findende Faszien, sich ausrichtende Wirbel und das Aktivieren der Gesäßmuskulatur. Bei mir war es der Mut jeztzur Reise, der mich in einem Jahr nicht nur von der Ferse über den Ballen auf den Vorfuß gebracht hat. Ich laufe jetzt bei reduzierter Herzfrequenz deutlich schneller und effizienter als je zuvor, und mein Laufen fühlt sich jetzt rhythmisch, frei und natürlich an.

Seit einem Bandscheibenvorfall vor vielen Jahren, der mir beim Laufen passiert ist, hat sich mein ganzer Körper verkrampft, sobald ich einen einzigen Laufschritt machte. Auch, wenn es dem Rücken eigentlich seitdem richtig gut geht. Hilfesuchend habe ich mich an Dietrich gewandt, der es mit seinem umfassenden Wissen und seinem Gespür tatsächlich geschafft hat, meinen Laufstil zu befreien. Ich bin sehr dankbar, dass ich Laufen endlich wieder genießen kann!

Dietrich ist ein großartiger Trainer! Ich war überrascht wie positiv sich die Inputs in den Trainings mit ihm auch bei mir als Hobbyläuferin auf mein Laufen ausgewirkt haben. Ich laufe lockerer, effizienter und mit noch mehr Freude. Sein unglaublich tiefes Wissen zu den menschlichen Bewegungsabläufen und zur Körperhaltung hat mich sehr beeindruckt. Ich merke eine deutliche Verbesserung nicht nur beim Laufen sondern auch im Alltag. Eine absolut lohnenswerte Investition in meine Leistungsfähigkeit und Gesundheit!
Das Training mit Dietrich hat meine bereits vorhandenen, groben Kenntnisse der Lauftechnik auf ein anderes Level gehoben. Das Feintuning und die persönliche Betreuung hat mir zum einen eine schnellere Pace und zum anderen ein effizienteres Laufen beschert. Jede „Fehlstellung“ wird mir erklärt und mit gezielten Übungen ausgebessert, damit ein flüssiger, schneller und kraftsparender Laufstil entsteht. So kann ich meine durchschnittlich 2.500km/Jahr Verletzungs- und beschwerdefrei abspulen.