Norwegian Singles: Wie du mit diesen Intervallen schneller wirst
Hast du Norwegian Singles schon mal ausprobiert? Falls nicht: Es ist eine einfache, von der Weltklasse erprobte Methode, wie du deine Ausdauer deutlich steigern kannst. Du musst dich dafür im Training nicht mehr quälen oder völlig entkräftet aufgeben. Schneller wirst du nicht durch harte Übersäuerung, sondern durch kontrollierte Läufe knapp unter deiner Belastungsgrenze. Wie du dieses System ohne teures Labor und ohne komplizierte Wissenschaft direkt in deinen Laufalltag integrierst, erfährst du in diesem Artikel.

Norwegian Singles: Wie du mit diesen Intervallen schneller wirst
Hast du Norwegian Singles schon mal ausprobiert? Falls nicht: Es ist eine einfache, von der Weltklasse erprobte Methode, wie du deine Ausdauer deutlich steigern kannst. Du musst dich dafür im Training nicht mehr quälen oder völlig entkräftet aufgeben. Schneller wirst du nicht durch harte Übersäuerung, sondern durch kontrollierte Läufe knapp unter deiner Belastungsgrenze. Wie du dieses System ohne teures Labor und ohne komplizierte Wissenschaft direkt in deinen Laufalltag integrierst, erfährst du in diesem Artikel.
Inhaltsverzeichnis
- Was sind Norwegian Singles – und warum passen sie perfekt in deinen Alltag?
- Was ist die Laktatschwelle – und warum entscheidet sie über dein Wettkampftempo?
- Wie ermittelst du deine exakten Geschwindigkeiten für Norwegian Singles?
- Die 4 häufigsten Fehler bei Norwegian Singles – was du unbedingt vermeiden musst
- Mein Fazit: Wie schnell du mit ersten Ergebnissen rechnen kannst
- Häufige Fragen (FAQs)
Was sind Norwegian Singles – und warum passen sie perfekt in deinen Alltag?
Die norwegische Methode ist durch die unglaublichen Erfolge der Ingebrigtsen-Brüder weltberühmt geworden. Im Profisport laufen die Athleten oft zwei harte Intervall-Einheiten an einem einzigen Tag und messen dabei ständig ihren Blut-Laktatwert. Für normale Läufer ist dieser Ansatz im Alltag kaum umzusetzen. Zwei Einheiten am Tag führen ohne Profi-Regeneration schnell zu Überlastungen und Erschöpfung.
Doch es gibt eine einfache Abwandlung, wodurch auch du das System problemlos nutzen kannst: Norwegian Singles.
Das bedeutet ganz einfach: Du machst nur eine einzige Subschwellen-Einheit an einem Trainingstag. Dabei läufst du deine Intervalle knapp unter deiner persönlichen Belastungsgrenze. Wenn du diese Methode exakt auf deine individuellen Schwellenwerte abstimmen möchtest, hilft dir ein professioneller Lauf-Trainingsplan mit Belastungssteuerung, um Über- oder Unterforderung auszuschließen. Dadurch hältst du die Qualität hoch, ohne deinen Körper abzuschießen, und bist am nächsten Tag wieder fit für lockere Einheiten.
Was ist die Laktatschwelle – und warum entscheidet sie über dein Wettkampftempo?
Laktat entsteht ganz einfach, wenn du dich bewegst und deine Muskeln Energie verbrennen. Je intensiver und schneller du läufst, desto mehr Laktat produziert dein Körper. Bei langsamem Tempo ist das kein Problem: Dein Körper baut das entstehende Laktat zeitgleich wieder ab und nutzt es sogar als Energiequelle.
Wichtig ist zu verstehen, was die Laktatschwelle (auch anaerobe Schwelle genannt) ist: Das ist exakt der Punkt, an dem sich das produzierte Laktat und der Laktatabbau genau die Waage halten. Man spricht vom Laktat-Gleichgewicht. Läufst du nur ein kleines bisschen schneller als diese Schwelle, kippt das System. Das Laktat sammelt sich unkontrolliert an, deine Beine werden schwer und du musst das Tempo irgendwann drastisch drosseln oder ganz aufhören.
Wichtig zu wissen: Absolute Laktatwerte, die oft in Tabellen kursieren, sind pauschaler Blödsinn. Wie viel Laktat jemand an der Schwelle im Blut hat, ist von Mensch zu Mensch völlig individuell.
Warum ist die Laktatschwelle für Norwegian Singles so wichtig? Wenn du gezielt nahe an diesem Punkt trainierst, lernt dein Körper, den Laktatabbau zu beschleunigen und die Energie wieder zu verwerten. Dadurch verschiebt sich deine Schwelle nach oben: Du kannst länger und deutlich schneller laufen, ohne dass deine Beine dichtmachen.
Wie ermittelst du deine exakten Geschwindigkeiten für Norwegian Singles?
Für die meisten Läufer ist es weder praktikabel noch angenehm, im Training ständig Laktat zu messen und sich in den Finger oder das Ohrläppchen zu stechen. Das musst du auch gar nicht. Du kannst deine Geschwindigkeiten für Norwegian Singles ganz einfach von deiner aktuellen 10-km-Wettkampfzeit ableiten. Falls du keine frische 10-km-Zeit hast, nimmst du deine 5-km-Zeit und rechnest sie auf 10 km hoch. Bei einem gut trainierten Läufer passt die 10-km-Pace nämlich sehr exakt mit der anaeroben Schwelle zusammen.
Um die Geschwindigkeiten präzise für jeden Läufertyp zu steuern – egal ob schnell oder langsam –, arbeiten wir mit Prozentangaben deiner 10-km-Pace. Je länger ein einzelnes Intervall dauert, desto minimal ruhiger läufst du, um im perfekten Gleichgewicht zu bleiben.
Die 3 Intervall-Formate & ihre Prozent-Formel:
- 1. Kurze Intervalle (z. B. 10 × 3 Minuten / Pause: 60 Sekunden ganz lockeres Traben): Geschwindigkeit = 100 % deiner 10-km-Pace (1:1 dein 10-km-Wettkampftempo). Bei 3 Minuten Belastung bleibt dein Körper im grünen Bereich, ohne zu übersäuern.
- 2. Mittlere Intervalle (z. B. 5 × 6 Minuten / Pause: 75 Sekunden ganz lockeres Traben): Geschwindigkeit = ca. 97 bis 98 % deiner 10-km-Pace (rund 2 bis 3 % langsamer als deine 10-km-Pace). Längere Blöcke erfordern ein minimal ruhigeres Tempo, damit sich das Laktat nicht aufstaut.
- 3. Lange Intervalle (z. B. 3 × 10 Minuten / Pause: 90 Sekunden ganz lockeres Traben): Geschwindigkeit = ca. 94 bis 96 % deiner 10-km-Pace (rund 4 bis 6 % langsamer als deine 10-km-Pace). Das etwas langsamere Tempo schützt dich bei langen Serien vor dem Anstieg der Herzfrequenz.
Interaktiver Norwegian Singles Pace-Rechner
Gib einfach deine aktuelle 10-km-Wettkampfzeit ein. Der Rechner ermittelt deine Ziel-Geschwindigkeiten für alle 3 Intervall-Formate:
Deine 10-km-Basis-Pace: 4:30 min/km
- Kurze Intervalle (10 × 3 Min.): 4:30 min/km (100 % Pace)
- Mittlere Intervalle (5 × 6 Min.): 4:37 min/km (~97,5 % Pace)
- Lange Intervalle (3 × 10 Min.): 4:44 min/km (~95 % Pace)
Kontrolle über den Puls: Wenn du mit Brustgurt läufst, sollte dein Puls während der Intervalle konstant bei 85 % bis 88 % deiner maximalen Herzfrequenz liegen. Läuft der Puls über 90 %, bist du zu schnell unterwegs!
Wann setzt man welches Intervall-Format ein – und soll man diese mischen?
Du musst dich nicht für immer auf ein einziges Format festlegen. Alle drei Varianten trainieren deine Schwelle, setzen aber unterschiedliche Schwerpunkte für deine Laufmuskulatur.
- Saisonaufbau & Grundlagenphase: Nutze bevorzugt kurze Intervalle (3 Minuten). Sie erlauben dir ein hohes Gesamtvolumen bei maximal schneller Erholung. Du schulst deine Schrittfrequenz, ohne müde zu werden.
- Wettkampfvorbereitung (5 km & 10 km): Wechsle auf kurze und mittlere Intervalle (3 bis 6 Minuten). Das hält das Tempo nah an deiner Wettkampfrealiät und schult die Tempofestigkeit.
- Wettkampfvorbereitung (Halbmarathon & Marathon): Setze auf mittlere bis lange Intervalle (6 bis 10 Minuten). Längere Blöcke bringen deinem Kopf und deinen Muskeln bei, den Laktatabbau über lange Zeiträume stabil hochzuhalten.
- Die optimale Misch-Strategie: Mische die Formate systematisch! Rotiere im Wochenwechsel: Laufe in Woche 1 das 3-Minuten-Format, in Woche 2 das 6-Minuten-Format und in Woche 3 das 10-Minuten-Format. Das verhindert Monotonie, setzt vielseitige Reize und macht dich rundum belastbarer.
Die 4 häufigsten Fehler bei Norwegian Singles – was du unbedingt vermeiden musst
Subschwellentraining erfordert Disziplin. Weil sich die Einheiten nicht extrem hart anfühlen, machen viele Läufer typische Fehler. Vermeide folgendes:
- Zu schnell anlaufen: Der größte Fehler überhaupt. Weil sich die ersten Durchgänge locker anfühlen, werden viele Läufer von Intervall zu Intervall schneller und verlieren die saubere Haltung. Nur mit einer effizienten Lauftechnik und Körperhaltung kannst du ein hohes Intervalltempo ökonomisch halten, ohne am Ende zu übersäuern
- Zu schnelle in den Pausen: Die Pausen zwischen den Intervallen sind mit 60 bis 90 Sekunden kurz. Laufe oder trabe in der Pause extrem langsam oder gehe zügig. Wer in der Pause rennt, hält den Puls künstlich hoch.
- Mangelnde Disziplin an ruhigen Tagen: Wenn du 1 bis 2 Subschwellen-Einheiten pro Woche machst, MÜSSEN deine restlichen Läufe wirklich sehr langsam und entspannt sein (Zone 2). Wer an Grundlagen-Tagen zu schnell läuft, sammelt müde Beine an.
- Keine Gleichmäßigkeit: Das beste Training nützt nichts, wenn das erste Intervall viel schneller ist als das letzte. Jedes Intervall muss vom ersten bis zum letzten Meter exakt dieselbe Ziel-Pace haben.
Fazit: Wie schnell du mit ersten Ergebnissen rechnen kannst
Norwegian Singles nehmen den Druck aus deinem Training: Du musst dich nicht mehr quälen oder völlig entkräftet aufgeben, um echte Leistungssprünge zu machen. Kontrollierte Qualität schlägt harte Zerstörung.
Wann zeigen sich die ersten Ergebnisse?
- Nach 2 bis 3 Wochen: Du spürst, dass sich das gewohnte Intervall-Tempo viel leichter anfühlt. Dein Puls bleibt stabil und klettert am Ende der Einheiten nicht mehr unkontrolliert nach oben.
- Nach 4 bis 6 Wochen: Dein körpereigener Laktatabbau arbeitet nun auf Hochtouren. Neue Energiekraftwerke in deinen Muskelzellen sind aufgebaut. Wenn du die Methode 6 Wochen lang 1- bis 2-mal pro Woche durchziehst, wirst du im Wettkampf über 5 km, 10 km oder Halbmarathon spürbar schneller laufen – bei deutlich weniger Anstrengung.
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Dietrich Sullmann
Staatlich geprüfter Triathlon-Trainer, Advanced Gentle Moving Coach & Dipl. Mentaltrainer
Seit über 20 Jahren begleite ich Läufer und Ausdauersportler dabei, ihre persönlichen Ziele erfolgreich zu erreichen. Als 10-facher Langdistanz-Triathlet weiß ich genau, wie man individuelle Trainingsplanung, mentale Stärke und echte Bewegungseffizienz so kombiniert, dass sich verlässliche, messbare Erfolge einstellen – unabhängig vom jeweiligen Startpunkt, nachhaltig und ohne Überlastungen.Häufig gestellte Fragen zu den Norwegian Singles
Nein nicht unbedingt. Du kannst deine Trainingsgeschwindigkeiten auch über die Prozent deiner aktuellen 10-km-Wettkampfzeit berechnen. Als Kontrolle dient dein Puls (max. 88 % deiner maximalen Herzfrequenz).
Die kurzen Trabpausen (60 bis 90 Sekunden) lassen deinen Puls absinken, ohne dass der Trainingsreiz verloren geht. Dadurch schaffst du insgesamt viel mehr Minuten in deinem Zieltempo, als wenn du die Strecke am Stück durchlaufen würdest.
Für Amateure und Hobbyläufer ist 1- bis maximal 2-mal pro Woche ideal. Alle anderen Einheiten der Woche sollten ganz ruhige, entspannte Grundlagenläufe sein, damit dein Körper genug Energie für die Qualitätstage hat. Wenn du in den Intervallpausen zu einem entspannten 360°-Vollatemrhythmus zurückfällst, kannst du dich schneller erholen für den nächsten Durchgang.
Ja, absolut! Das Laufband hat sogar den Vorteil, dass du die Geschwindigkeit exakt auf das Kilometer-Tempo einstellen kannst. Auf der Bahn helfen dir feste Streckenabschnitte (z. B. 1.000-Meter-Runden), um dein Tempo perfekt gleichmäßig zu halten.
Das regelmäßige Wechseln ist deutlich effektiver. Eine wöchentliche Rotation (z. B. Woche 1: 3 Min., Woche 2: 6 Min., Woche 3: 10 Min.) schult deine Laufökonomie auf verschiedenen Belastungsebenen und verhindert Monotonie.
Laufe bei schwierigen Bedingungen strikt nach Herzfrequenz, nicht starr nach GPS-Pace! Die Obergrenze von 88 % deiner maximalen Herzfrequenz ist dein Schutzschild. Bei Hitze oder Wind regelst du das Tempo einfach so weit herunter, dass dein Puls im grünen Bereich bleibt.

Einerseits hat das Training bei Dietrich meine Lauftechnik deutlich verbessert, andererseits hat er mir gelernt, richtig Spaß am Laufen zu haben. So habe ich ohne Probleme meinen ersten Marathon gemeistert. Dafür bin ich sehr dankbar :)

Ich habe dank des gemeinsamen Trainings meine Zeiten und meine Lauftechnik bei lockeren Läufen drastisch von 7:00 auf 5:30min/km verbessern können. Ich fühle mich professionell betreut und Dietrich hat einen ganzheitlichen Blick auf mich als Athletin. Ich empfehle Dietrich als Trainer von ganzem Herzen für jede Läuferin, die schneller, effizienter und besser laufen möchte.

Nach einem früheren Ermüdungsbruch war mir eine individuelle Betreuung für die Marathon-Vorbereitung extrem wichtig. Dietrich hat ein enormes Verständnis für den Bewegungsablauf und bietet echtes persönliches Coaching statt Schema F. Dank der Arbeit an Lauftechnik und Effizienz war ich schnell beschwerdefrei. Mein erster Marathon hätte nicht besser laufen können 😊 Menschlich und als Trainer eine uneingeschränkte Empfehlung!🙏

Ausgezeichnetes Training. Persönlich massive Fortschritte in Geschwindigkeit und Lauftechnik gemacht, innerhalb von 3 Monaten. Hat sich definitv rentiert, um auf Ziele hinzuarbeiten.
Ich habe Dietrich gefragt, ob es sich mit 45 überhaupt noch lohnt, den Laufstil umzustellen, und als Antwort "Ja, natürlich" erhalten. Es war der Beginn einer wunderbaren Reise, die alten Bewegungsmuster zu löschen, sich einander findende Faszien, sich ausrichtende Wirbel und das Aktivieren der Gesäßmuskulatur. Bei mir war es der Mut jeztzur Reise, der mich in einem Jahr nicht nur von der Ferse über den Ballen auf den Vorfuß gebracht hat. Ich laufe jetzt bei reduzierter Herzfrequenz deutlich schneller und effizienter als je zuvor, und mein Laufen fühlt sich jetzt rhythmisch, frei und natürlich an.

Seit einem Bandscheibenvorfall vor vielen Jahren, der mir beim Laufen passiert ist, hat sich mein ganzer Körper verkrampft, sobald ich einen einzigen Laufschritt machte. Auch, wenn es dem Rücken eigentlich seitdem richtig gut geht. Hilfesuchend habe ich mich an Dietrich gewandt, der es mit seinem umfassenden Wissen und seinem Gespür tatsächlich geschafft hat, meinen Laufstil zu befreien. Ich bin sehr dankbar, dass ich Laufen endlich wieder genießen kann!

Dietrich ist ein großartiger Trainer! Ich war überrascht wie positiv sich die Inputs in den Trainings mit ihm auch bei mir als Hobbyläuferin auf mein Laufen ausgewirkt haben. Ich laufe lockerer, effizienter und mit noch mehr Freude. Sein unglaublich tiefes Wissen zu den menschlichen Bewegungsabläufen und zur Körperhaltung hat mich sehr beeindruckt. Ich merke eine deutliche Verbesserung nicht nur beim Laufen sondern auch im Alltag. Eine absolut lohnenswerte Investition in meine Leistungsfähigkeit und Gesundheit!
Das Training mit Dietrich hat meine bereits vorhandenen, groben Kenntnisse der Lauftechnik auf ein anderes Level gehoben. Das Feintuning und die persönliche Betreuung hat mir zum einen eine schnellere Pace und zum anderen ein effizienteres Laufen beschert. Jede „Fehlstellung“ wird mir erklärt und mit gezielten Übungen ausgebessert, damit ein flüssiger, schneller und kraftsparender Laufstil entsteht. So kann ich meine durchschnittlich 2.500km/Jahr Verletzungs- und beschwerdefrei abspulen.